Gastronomie in Zahlen
Restaurant-Marketing ist hyper-lokal, dayparting-getrieben und lebt von Reservierungen und Walk-ins.
1 – 3 €
typischer CPC
5 – 25 €
CPA pro Reservierung
2 – 5 km
relevanter Radius
Warum Gastro-Google-Ads anders funktionieren
Mobile-Suchen mit Ortssignal dominieren
80 % der Restaurant-Suchen passieren mobil, meist mit GPS-basiertem Ortsbezug („restaurants nähe", „italiener jetzt offen"). Wer Desktop-optimiert, verpasst den eigentlichen Markt. Mobile-First ist nicht Option, sondern Basis.
Google Maps ist der eigentliche Kanal – nicht google.com
Maps-Listings und Maps-Ads bringen mehr Traffic als klassische Search-Ads. Ein vollständiges Google Business Profile mit guten Bildern, Öffnungszeiten, Speisekarte und aktuellen Reviews ist die Grundlage von allem. Ohne das funktioniert keine bezahlte Strategie.
Dayparting nach Essenszeiten ist entscheidend
Mittags-Suchen (11–14 Uhr) und Abend-Suchen (17–21 Uhr) haben völlig andere Intent-Profile. Mittag: schnell, günstig, nah. Abend: Atmosphäre, Reservierung, Special. Kampagnen müssen zu diesen Fenstern unterschiedlich feuern.
Reviews sind der direkte Conversion-Hebel
4,5 Sterne vs. 4,0 Sterne entscheidet häufiger über die Klickwahl als der Ad-Text. Wer parallel zum Ad-Budget keine aktive Review-Strategie fährt, investiert in die falsche Stelle. Google-Bewertungen sind im Gastro-Bereich kein Bonus, sondern Basis.
Die 6 Stellhebel für profitables Gastro-Marketing
1. Google Business Profile auf Vollständigkeit prüfen
Fotos (mind. 30, aktuell), Speisekarte als PDF, Menü als strukturierte Daten, Öffnungszeiten akkurat, Reservierungs-Button, Beiträge regelmäßig. Ein vollständiges GBP schlägt ein halbes GBP mit doppeltem Ad-Budget. Beginnt immer hier.
2. Maps-Ads statt klassische Search-Ads
Promotion-Pin-Ads direkt in Google Maps erscheinen, wo User sowieso Restaurants suchen. Günstigere CPCs, höhere Conversion-Rate zu Tisch-Reservierungen oder Anrufen. Voraussetzung: verifiziertes GBP + Ad-Account verknüpft.
3. Dayparting für Lunch vs. Dinner
Lunch-Kampagne läuft 10:30–14:00 mit „Mittagstisch"-Keywords und günstigen Gebot-Modifikatoren. Dinner-Kampagne läuft 16:30–21:00 mit „reservieren", „abendessen" und höheren Geboten. Komplett unterschiedliche Message, komplett unterschiedliche Zielgruppe.
4. Reservierungs-Integration direkt im Ad
OpenTable, Quandoo, Resmio-Integration erlauben Direkt-Reservierung aus der Anzeige heraus. Konversion innerhalb Sekunden, nicht Minuten. Typisch 50–80 % höhere Reservierungsraten als Formular- oder Anruf-Flows.
5. Catering-Segment als separate Kampagne
Catering-Anfragen haben einen Deal-Wert von 200–5.000 €. Gastro-Betriebe, die Catering anbieten, sollten das als komplett separate Kampagne fahren – mit eigenen B2B-orientierten Keywords („Firmen-Catering Berlin", „Catering Hochzeit") und eigenem Landing-Page-Funnel.
6. Review-Extensions + aktive Review-Anfrage
Wer mit 4,5+ Sternen wirbt und Review-Extensions aktiviert hat, gewinnt den CTR-Kampf automatisch. Parallel: Nach jedem Gast systematisch um eine Google-Review bitten (QR-Code auf Rechnung, nette Bitte vom Kellner). In 6 Monaten von 30 auf 200+ Reviews ist machbar.
Häufige Fragen zu Gastro-Google-Ads
Ja, aber mit realistischen Budgets. 300–800 €/Monat für Einzelbetriebe, 1.500–4.000 € für Ketten oder Premium-Restaurants mit Catering. Wichtiger als Budget ist das Zusammenspiel mit dem Google Business Profile – zu Budgets allgemein siehe Google Ads Kosten. Wer das vernachlässigt, verschenkt 60 % des Potenzials.
GBP zuerst, dann Ads. Ein perfekt gepflegtes GBP bringt oft mehr Gäste als ein schlecht aufgesetzter Ad-Account. Sobald das GBP steht (inkl. 30+ aktuellen Fotos, 50+ Reviews, vollständiger Speisekarte), lohnt sich Ads-Investment obendrauf – nicht vorher. Für ergänzende Kanäle siehe auch Social Media Ads.
Drei Kenn-Metriken: Anrufe (über Call-Tracking), Reservierungen (direkt über OpenTable/Quandoo in Ads gemessen), Walk-ins (nur indirekt über Umsatz-Lift). Walk-ins sind die größte ungenaue Metrik – deshalb immer Gäste fragen: „Wie haben Sie uns gefunden?" und mitloggen.
Ja, aber selektiv. Für Stammgast-getriebene Cafés bringt Google Ads weniger als ein starkes GBP + Instagram-Präsenz. Für Cafés mit Laufkundschaft oder Touristen-Lage dagegen sehr viel, weil dort der Entscheidungsprozess kurz und suchintent-getrieben ist.
Ja, aber prüfe, ob Lieferplattformen (Lieferando, Wolt, Uber Eats) ohnehin ihren eigenen Ad-Traffic bringen. Eigene Lieferdienst-Ads lohnen sich nur, wenn du einen eigenen Delivery-Kanal mit besserer Marge als die Plattform hast. Sonst zahlst du doppelt.
Mehr Gäste am Tisch – jeden Abend.
Im kostenlosen Gastro-Call schauen wir uns dein Konzept, dein Einzugsgebiet, dein Google Business Profile und deine aktuelle Reservierungs-Struktur an – und zeigen dir, wo der größte Hebel liegt.